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Ins Alt' Hannese

So lautet der Name des ehemaligen Hofes und der heutigen Niederlassung von Taranis Outdoor Events. Der Hof kennt eine sehr lange und bewegte Geschichte. Der Name Ins Alt‘ Hannese bedeutet "Zum Johannes der Ältere" und der Hof erhielt diesen Name Anfangs des 18. Jahrhunderts. Später dazu mehr.

Der Weierhof im frühen Mittelalter.

Der Hof ist Teil des Weierhofes. Diese Ortschaft ist wesentlich älter. Es gibt Hinweise darauf, dass der Hofbestand bereits weit in der zweiten Hälfte des achten Jahrhunderts vorhanden war. Angeblich ging rund 760 n.Cr. der Hofbestand Willare von dem Hofgut Albulfi Villa (das heutige Albisheim) über an dem Hause der Karolinger. In einer Urkunde des Königs Ludwig der Fromme (Sohn von Karl der Großen) aus 835 n.Cr. geht hervor, dass Willare dem Kloster Prüm in der Eifel zugesprochen wird. Rund 1000 n.Cr. umfasst der Weierhof wahrscheinlich bereits 9 Vollhöfen und mehreren sogenannten Halbhöfen. In 1122 schenkt Graf Werner von Bolanden den Weierhof dem gerade neu gegründeten Kloster Hane in Bolanden. Dabei gehört ihm den Weierhof gar nicht einmal. Infolgedessen entpuppt sich einen heftigen Rechtsstreit zwischen den Klöstern Hane und Prüm, der letztendlich in Rom ausgetragen wird.

Die Grundmauern des Hofes Ins Alt’ Hannese sind weit über 800 Jahre alt.

Papst Lucius III entscheidet in 1183, dass das Hofgut zu Wilre dem Kloster Hane endgültig zugeschrieben wird. Dabei wird erstmals eine Kapelle zu Wilre erwähnt, die älter sein soll als das neu errichtete Kloster Hane. Noch heute bilden die Gemäuer dieser Kapelle noch den Grundriss des Hofes Ins Alt’ Hannese.

Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg

Die Schrecken und Wirren des Dreißigjährigen Krieges hinterlassen eine Spur der Vernichtung in großen Teilen Europas und auch der Weierhof bleibt davon nicht verschont. Zu der Zeit umfasst der Hofbestand mehr als 600 Morgen Äcker, Wiesen und Wälder, neben Höfe gibt es auch eine Wassermühle. Auch in den Jahren nach dem Münsterer Friedensvertrag, der in 1648 dem Dreißigjährigen Krieg ein Ende macht, finden überall immer wieder Brandschätzungen und Plünderungen statt, denen auch dem Weierhof öfters zum Opfer wird. Letztendlich gibt es einfach zu wenig Überlebenden die den Hofbestand bewirtschaften können und der ganze Bestand geriet in Verfall.

Der Neuanfang durch Einwanderer aus der Schweiz

 1687 erhält ein Schweizer Einwanderer namens Peter Crayenbühl aus den Händen des Kurfürsten den Erbbestand in Erbpacht. Peter Crayenbühl, seine Familie so wie viele weitere Familien sind wegen massiver Glaubensverfolgung aus der Schweiz geflohen. Unter strengen Auflagen erhalten die Schweizer Bleiberecht in dem Südwesten des heutigen Deutschlands.

Die Namensgebung der Höfen auf dem Weierhof

1707 wird der Erbbestand des Weierhofes in fünf Teilen unter den Nachkommen des Peter Crayenbühl aufgeteilt. Es muss um diese Zeit gewesen sein, dass Sohn Johannes der Ältere aus den Trümmern der Kapelle einen Hof errichtete. Weitere Scheunen und Stallen werden zwischen 1738 und 1788 hinzugefügt. In dieser Zeit werden die einzelne Höfen nach den jeweiligen Bewohnern benannt. Es gab eben noch keine Straßennahmen und Hausnummern. Übligerweise fanden die Menschen in jener Zeit ihre Zielen in dem man nach den Namen der Häuser Ausschau hielt.

1804 braucht Napoleon Geld für seine Kriegskasse und auf seinem Geheiß wird das Pachtrecht für gesamten Erbbestand Weierhof verkauft an Ernst-Christian von und zu Humboldtstein. Er berappt dafür 9.244 Francs und 21 Centime. In 1821 verkaufen seine Erben das Pachtrecht für 5.806 Gulden an den jüdischen Kaufleute Steinbach und Goldschmidt zu Mainz. Erst in 1851 können sich die Weierhöfer Bauern von der Pacht freikaufen und gehen die Höfe in eigenem Besitz über.

Krieg und Frieden

 Zwischen 1687 und 1945 sind die Weierhöfer immer wieder Zeuge und nicht selten auch Opfer von Heeresbewegungen und Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Deutschland.
1944 wird der Weierhof, der zu der Zeit bereits über eine privaten Sekundarschule samt Internat und Freibad verfügt, zum Hauptquartier von General George Patton. Die Amerikaner geben das Schulgelände erst anfangs der fünfziger Jahren wieder frei, richten sich aber neben dem Schulgelände eine eigene Siedlung bis 1991 ein.

Feuer zerstört einen Teil von Ins Alt' Hannese

1964 trifft das Schicksal erneut dem Hof Ins Alt’ Hannese, als beim Abladen des Heus durch Steinschlag im Gebläse eine Verpuffung mit anschließendem Feuer große Teile des Hofes in Leidenschaft zieht. Vor allem sind Dachstühle und weiten Teile des ersten Stockes der Häuser und Gebäuden zerstört. In weniger als einem Jahr wird der Hof neu aufgebaut, aber bei der Gelegenheit wird vieles, im Stile des neuen Zeitgeistes während des Wirtschaftswunders, sozusagen kaputt renoviert.

Es folgen weitere bauliche Veränderungen und Verbesserungen Mitte die achtziger Jahre. Der Innenhof wird neu gepflastert, der alten Brunnen wird neu eingefasst und bei der Gelegenheit werden einige sterbliche Überresten direkt vor der Haustür ausgegraben. Eine sogenannte Radiokarbon- oder auch c14 Bestimmung ergab, dass die Knochen aus dem späten 12. Jahrhundert stammten. Sie deuten darauf hin, dass sich neben der Kapelle auch ein kleiner Friedhof befunden haben wird.

Stilllegung der Landwirtschaft

 Anfang der neunziger Jahren wird der landwirtschaftlichen Betrieb bei Ins Alt' Hannese endgültig beendet. Die Schweinebuchten in der großen Scheune werden zur Unterbringung von Reitpferden in entsprechenden Stallungen umgebaut. Die verbleibenden Ackerflächen werden verpachtet.

Bauliche Erneuerungen und Renovierungen

Die Bausubstanz des Hofes wurde und wird seit je her Instandgehalten, erneuert oder erweitert.  Ins Alt’ Hannese bekommt seit 1991 warmes Wasser mithilfe von Vakuumröhrenkollektoren, die 2016 runderneuert wurden. Seit 2009 wird auch Strom durch eine Fotovoltaik Anlage erzeugt. Größere Investitionen erfolgten rund 1992, 2009, 2011 und 2016. In 2014 wurden das Gästezimmer mit Badezimmer en suite  für ein einfaches und dennoch komfortables B&B fertiggestellt.   Wir heißen Sie herzlich willkommen bei uns Ins Alt’ Hannese und hoffen, dass Sie sich schnell bei uns Zuhause fühlen werden.